Sonnenschutz vs. Hautalterung

Die Sonne – unser Lebenselixier mir Schattenseiten

Unbestritten die Sonne tut uns gut und wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Sie versorgt uns mit Wärme und Energie. Steigert unsere Vitalität und Lebensfreude. Regt die Bildung von Vitamin D an und setzt Endorphine (Glückshormone) frei. Wer kennt das nicht, dieses Gefühl des absoluten Wohlbehagens, wenn man sich nach einem langen Winter endlich wieder hinaussetzen kann und das Gefühl der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut genießt.

Trotz allem Guten, sollten wir die Sonne mit Vernunft genießen. Die Schnelligkeit und Intensität der vorzeitigen Hautalterung hängt eng mit der Sonne zusammen. Wichtig zu wissen ist, dass jeder von uns über ein „Sonnenkonto“ verfügt. Es funktioniert wie ein Bankkonto. Je nach Hauttyp können wir lediglich eine gewisse Zeit pro Tag die Sonne ungeschützt genießen. Wird diese Zeit überschritten, benötigt unsere Haut Hilfe und Unterstützung = Sonnenschutz.

Innerhalb eines Tages addiert sich jeder einzelne Aufenthalt an der Sonne. Auch im Schatten wird durch Reflexion unser Sonnenkonto kontinuierlich belastet. Sonnenschutzprodukte erhöhen dieses Sonnenkonto um den angegebenen Schutzfaktor. Jede Minute darüber hinaus ist „ungedeckt“ , d.h. Sonnenbrand und damit verbundene Langzeitschäden sind vorprogrammiert. Wiederholtes Eincremen mit Sonnenschutz nützt dann nichts mehr. Unser Sonnenkonto mit der Eigenschutzzeit kann erst nach 12 Stunden wieder neu genutzt werden.

Unsere Haut und die Sonne haben eine ganz besondere Beziehung.

Die Schattenseiten des Sonnenlichts sind:

  • Sonnenbrand und vorzeitige lichtbedingte Hautalterung
  • Altersflecken, Hyperpigmentierung
  • Schwächung des Bindegewebes
  • Falten, Verminderung von Kollagen, Elastin, Hyaloronsynthese, Cellulite
  • Schädigung der Blutgefäße
  • Erhöhung der Körpertemperatur

Wie entstehen diese Schädigungen durch Sonnenlicht?

Man unterscheidet verschiedene UV Strahlen im Sonnenlicht (UVA und UVB Strahlen)

UVA-Strahlen

Sie durchdringen die Oberhaut und die Lederhaut. Die UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als UVB Strahlen. Sie zerstören die kollagenen Fasern und lassen die Haut vorzeitig altern. Des weitern verursachen sie ungeliebten Linien und Fältchen. UVA Strahlen sind verantwortlich für die „schnelle“ Bräune.

UVB-Strahlen

UVB-Strahlen wirken in der Oberhaut und erhöhen die Melaninbildung (der braune Farbstoff = Bräune). Unsere geliebte Bräune ist also eine Schutzreaktion der Haut. Sie wirkt wie ein Schutzschirm über unseren Zellkernen. UVB-Strahlen sind verantwortlich für den Sonnenbrand, sind aggressiver und erhöhen das Risiko für weißen und schwarzen Hautkrebs.

Die Haut braucht ca. 10 Tage um ihren eigenen Sonnenschutz, die sogenannte Lichtschwiele (eine Verdickung der Hornschicht) aufzubauen.

Blaues Licht – Blue light

Das blaue Lich kommt in natürlicher Umgebung, unserem Tageslicht ebenfalls vor. Dieses ist aus einem nahezu kontinuierlichem Spektrum aufgebaut, in dem alle Farben vertreten sind. Kurzwellige Frequenzen mit blauem und violettem Licht bis ca. 500 nm bezeichnet man als Blaulicht.

Während im natürlichen Tageslicht die Wirkung des Blauanteils weitgehend von den regenerativ wirkenden Rot- und Infrarotstrahlungen ausgeglichen wird, umgeben wir uns immer mehr mit Lichtquellen, die nicht nur verstärkt Blau abstrahlen, sondern denen auch noch die regenerierenden Rotanteile fehlen. Da liegt der Clou.

Alle Hautschichten werden durch den sichtbaren Teil des Blauen Lichts (finden wir in Smartphones, Tablets, TV, PC, LEDs…) geschädigt. Der hochenergetische Lichtanteil sorgt langfristig durch freie Radikale für Hyperpigmentierung und zerstört die komplette Hautschicht.

Stress, verursacht durch Blaues Licht künstlicher Lichtquellen, reicht besonders im Augenbereich von Schwellungen, Trockenheit, Schatten, Ringen und Fältchen bis hin zu müden Augen und Kurzsichtigkeit. Auch kann es zur Unterdrückung des Hormons Melatonin kommen. Dieses kann letztendlich zu Schlafstörungen führen. Also lieber auf die blauen Nachtlichter verzichten.

Was also tun gegen die unerwünschten Nebeneffekte unserer Sonnenstrahlen?

  • Sonnenschutz mit UVA- / UVB- und Blaulichtschutz auftragen
  • Einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor verwenden. Der Lichtschutzfaktor bestimmt die Höhe ihres „Sonnenkontos“. Bei LSF 50 und einer Eigenschutzzeit von 10 Min. können sie also ca. 8 Stunden die Sonne genießen. ACHTUNG: Nachcremen verlängert nicht die Schutzzeit.
  • Ausreichend Sonnenschutz auftragen. Für den ganzen Körper bei einem Erwachsenen gut 30 ml.
  • Sonnenschutz 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen, auch wenn man sich nur im Schatten aufhält.
  • Eincremen auch wenn man sich im Schatten aufhält.
  • Öfters Nachremen um den „Abbrieb“ vom Handtuch, der Liege oder dem Wasser wieder aufzufüllen.
  • After Sun auftragen um die Haut zu beruhigen, zu hydratisieren und auf den nächsten Sonnentag vorzubereiten.
  • 2x pro Woche ein Peeling machen, das garantiert eine gleichmäßige und schöne Bräune (Peeling rubbelt nicht die Bräune weg).

Mein Tipp für ihren ungetrübten Sonnengenuß

  • Achten sie auf sich und ihre Haut
  • Versorgen sie sie mit ausreichend Sonnenschutz
  • Gönnen sie sich und ihrer Haut auch eine Sonnenpause. Im Schatten bräunt die Haut ebenso.
  • Genießen sie die Sonne mit Vernunft, dann fühlen sie sich gut und ihre Haut auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.